Esther Bejarano Rolf Becker

 

10. Mai 2022 – Hamburg liest und setzt damit

ein Lese-Zeichen gegen rechts

Wir rufen die Hamburgerinnen und Hamburger auf:

KOMMT UND LEST!

aus Büchern, die 1933 von den Nazis verbrannt wurden.

 

am Dienstag, 10. Mai 2022, 11–18 Uhr (umsonst & draußen):

 

22. Marathonlesung aus den verbrannten Büchern

 

Mit Schüler:innen, Studierenden und interessierten Hamburger:innen.
Genau dort, wo am 15. Mai 1933 NS-Studentenorganisationen und Burschenschaftler Bücher verbrannten.
Machen Sie mit! Lesen Sie selbst vor: Ein Gedicht oder einen Text aus einem der verbrannten Bücher.
Für Kurzentschlossene liegen ausgewählte Lesetexte bereit.
Einfach nur zuhören ist natürlich auch ausdrücklich erwünscht.
 

 Genau dort, wo am 15. Mai 1933 NS-Studentenorganisationen und Burschenschaftler Bücher verbrannten.


Ort: Platz der Bücherverbrennung

Kaiser-Friedrich-Ufer/Ecke Heymannstraße
Hamburg-Eimsbüttel am Isebek-Kanal, Metrobus 4, Haltestelle KaiFU.

 

Wir freuen uns, wenn viele Menschen vorbeikommen und selbst vorlesen:
Ein Gedicht oder einen Text aus einem der verbrannten Bücher.
Bitte wegen der Pandemie die eigenen Bücher oder Vorlesetexte mitbringen.
 
Einfach nur zuhören ist natürlich auch ausdrücklich erwünscht.

 >>> Hier kannst du uns eine Nachricht schicken

 

Hier gibt es eine Liste von betroffenen Autor*innen,
deren Texte nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen.
Darüber hinaus bitte besonders bei digitalen Lesungen Autor*innenrechte beachten.
Bitte jeweils kurz den/die Autor*in angeben, wer mag, auch gern den eigenen Namen oder auch nur den Vornamen.

 

Wer mag, kann eigeninitiativ auf dem Platz der Bücherverbrennung weiterlesen,
ohne Mikrofon, mit Abstand und Maske.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des Monats des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel

Weiteres Material zum Herunterladen finden Sie hier

Arbeitskreis „Bücherverbrennung – nie wieder!“, unterstützt durch:
Bücherhallen Hamburg, Auschwitz-Komitee in der BRD e.V., ver.di Hamburg, PEN Deutschland,
Studierende der Universität Hamburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – BdA Hamburg, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, GEDOK Hamburg,
Heine Haus Hamburg, Eimsbütteler Turnverband – ETV Hamburg und weitere Organisationen.

Kontakt: Helga Obens, Tel.: 0175 93 74 44 6, Fax: 040 380 178 538 74
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gedenken und Erinnern beginnt in unserer Nachbarschaft

Zum neunten Monat des Gedenkens in Hamburg-Eimsbüttel 20. April bis 31. Mai 2022

Krieg in der Ukraine – das Nachbarland Russland wirft Bomben auf ukrainische Städte. Menschen sterben. Unter ihnen auch der 96-jährige Boris Romanchenko, der vier Konzentrationslager der Nazis überstanden hat. Bei einem russischen Luftangriff in Charkiw wurde er getötet. Krieg, Tod, Vertreibung! Völkerrecht und Menschenrechte werden missachtet. Wer hat sich das je vorstellen können?

NIE WIEDER KRIEG! FRIEDEN! DIE WAFFEN NIEDER! – Seit 77 Jahren fordern das die Überlebenden des Zweiten Weltkriegs. Eine von ihnen, die uns begleitet und ermutigt hat, lebt nicht mehr:

ESTHER BEJARANO, die Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück, ist am 10. Juli 2021 in Hamburg gestorben. Sie fehlt uns sehr. Wenn Esther Bejarano sang, endeten ihre Konzer­te oft mit dem Lied "Mir lebn eybik", das Leyb Rozenthal 1943 im Ghetto Wilna geschrieben hat. "Wir leben trotzdem, wir werden leben und erleben und schlechte Zeiten überleben, wir leben trotzdem, wir sind da!" Wer je zugehört hat, wird das nie vergessen. In einer Rede hat Esther Bejarano noch im Mai 2021 vom Tag ihrer Befreiung im Mai 1945 gesprochen und ihre Forderungen und Hoffnungen zusammengefasst: WIR SIND DA! MEINE BEFREIUNG IM MAI 1945 UND MEINE HOFFNUNGEN.  (>>> Der 8. Mai mus ein Feiertag werden)

In den 1920er Jahren war Justin Steinfeld (1886-1970) in Hamburg ein bekannter Journalist. Er wirkte nicht nur als Herausgeber der Wochenschrift "Die Hamburger Tribüne", sondern auch als Autor politischer Revuen, die vom "Kollektiv Hamburger Schauspieler" aufgeführt wurden.

 literaturkursus

Auch in diesem Jahr findet wieder der beliebte Literaturkurs zur "Bücherverbrennung in Hamburg" unter der Leitung von Dr. Klaus Weber bei der VHS in der Karolinenstraße 35 statt ((12 Unterrichtsstunden, 4 Termine).

Am Hamburger Kaiser-Friedrich-Ufer, wo am 15. Mai 1933 NS-Studentenorganisationen und Burschenschaften die Bücher „verfemter“ Autorinnen und Autoren verbrannten, findet jedes Jahr eine öffentliche Lesung statt.

An vier Terminen (beginnend ab 12. April) wird Dr. Weber in der NS-Zeit verfolgte Autorinnen und Autoren und ihre Werke vorstellen. Die öffentliche Lesung wird am 10. Mai 2022 (11 bis 18 Uhr) in Kooperation mit der Initiative "Bücherverbrennung- Nie wieder!" stattfinden. Die Teilnehmer haben dann Gelegenheit, Passagen aus den im Kurs erarbeiteten Texten in Gedenken an die Bücherverbrennung vorzutragen.

Details zum Kurs findet Ihr im beigefügten Anhang sowie auf der Webseite der VHS.
Der Kurs ist in Präsenz geplant und findet nur dann online statt, falls es die Coronamaßnahmen erfordern. 

>>> Zur Anmeldung hier klicken

Kursleitung:
Dr. Klaus Weber
Bei der VHS seit 2017


Termine: Di, 12.4., 19.4., 26.4., 3.5., 18:00-20:15; Lesung am 10.5.2022 nachmittags

Gebühr: 36 €

   

Termine  

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