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Mai 1933 – Zuerst brannten die Bücher …

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Esther Bejarano und Rolf-Becker © Yo Loewy

Wir trauern um unseren Freund Rolf Becker (1935 – 2025)

Rolf Becker, Schauspieler und Gewerkschafter ist am 12. Dezember 2025 im Alter von 90 Jahren in Hamburg gestorben.

Wir trauern um einen Freund, der unserer Sache, unserem Anliegen immer wieder seine Stimme geliehen hat. Wahrhaftig und leidenschaftlich war er. Und tief berührt und aufgerüttelt hat er die Zuhörenden, wenn er für und mit den Überlebenden des Holocaust gesprochen hat.

Er kam, wenn wir ihn riefen. Er unterstützte uns bei unserer Arbeit, der Gedenkarbeit. Bei den Veranstaltungen des Auschwitz-Komitees zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945, zur Erinnerung an die Pogromnacht am 9. November 1938 und zu vielen anderen Anlässen. Seit Jahrzehnten war er im Mai bei den Lesungen aus den verbrannten Büchern dabei, die der Arbeitskreis „Bücherver­brennung – nie wieder!“ regelmäßig auf dem Hamburger Gedenkplatz organisiert.

Rolf Becker (1935 – 2025) bei der Marathonlesung aus den verbrannten Büchern im Jahr 2014 © Auschwitz-Komitee/Lese-Zeichen 

Als Rolf 80 wurde, konnten wir ihn zu einer großen Geburtstagsfeier im Hamburger Schauspielhaus überreden. Unvergesslich für alle, die dabei waren, ein Theater voller Freund:innen feierte Rolf Becker gemeinsam mit seiner Familie, mit seiner Frau Sylvia Wempner und seinen Kindern.

Unvergesslich ist auch seine Rede auf der Trauerfeier für Esther Bejarano im Juli 2021. Damit hat er seiner Freundin, der Auschwitz-Überlebenden, einen letzten Wunsch erfüllt.

Gegen Krieg und Ungerechtigkeit zu kämpfen, gegen Antisemitismus und auch für die Rechte der Palästinenser, das war für ihn kein Widerspruch; sich dadurch angreifbar zu machen eine bittere Erfahrung für ihn. Ein Mahner für Frieden und Zusammenarbeit – der das Leid und den Schmerz beider Seiten gesehen hat.

Sein künstlerisches Schaffen hat er unmittelbar mit politischem Engagement verbunden, seine eigene Bekanntheit genutzt, um auf Missstände aufmerksam zu machen und für eine gerechte Gesellschaft einzutreten.

„Das ist ein Vermächtnis, das weit über sein künstlerisches Schaffen hinausgeht“, schreiben Kolleg:innen seiner Gewerkschaft ver.di Hamburg in einem Nachruf für ihn. 

Danke, Rolf Becker. Wir vermissen dich. 

Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e. V. 
Arbeitskreis „Bücherverbrennung – nie wieder!“


Rolf Becker
31. März 1935 – 12. Dezember 2025

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